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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Band 1-7) by Marcel Proust

By Marcel Proust

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Die leibliche Hülle unseres Freundes war sowohl hiervon als auch von einigen Erinnerungen an seine Eltern so gut ausgefüllt, daß dieser Swann ein lebendiges, ganzes Geschöpf geworden war und daß ich das Gefühl habe, die eine Person zu verlassen, um zu einer deutlich davon unterschiedenen anderen zu gehen, wenn ich in meinem Gedächtnis von dem Swann, den ich später genau kennengelernt habe, zu jenem ersten Swann zurückkehre – jenem ersten Swann, in dem ich die reizvollen Irrtümer meiner Jugend wiederfinde und der übrigens dem anderen weniger ähnlich sieht als den Personen, die ich zur selben Zeit kannte, als wenn es mit unserem Leben so wäre wie mit einem Museum, wo alle Porträts aus der gleichen Epoche eine gewisse Familienähnlichkeit aufweisen, einen gleichen Grundton – jenem ersten Swann, den eine Atmosphäre von Muße und ein zarter Duft nach dem alten Kastanienbaum, nach den Himbeerkörben und einem Stengelchen Estragon umweht.

Ist das nicht wunderhübsch, diese Bäume, dieser Weißdorn und mein Teich, zu dem Sie mir noch nicht einmal gratuliert haben! Sie sehen ja so griesgrämig aus. Spüren Sie nicht diesen leichten Wind? « Auf einmal fiel ihm seine verstorbene Frau wieder ein, und da er es offenbar zu kompliziert fand, darüber nachzudenken, wie er in einem solchen Augenblick sich einer so freudigen Regung habe hingeben können, begnügte er sich mit einer Bewegung, die er immer machte, wenn eine schwierige Frage seinen Geist in Anspruch nahm, er strich sich mit der Hand über die Stirn, wischte sich die Augen und putzte die Gläser seines Kneifers.

Ungeniert ließ man sich von ihm, wenn nötig, Rezepte für eine »Sauce gribiche« oder einen Ananassalat3 besorgen, die man für große Diners benötigte, zu denen er nicht geladen war, da man ihn nicht »wichtig« genug fand, um ihn Fremden vorzusetzen, die zum ersten Mal kamen. Wenn das Gespräch gelegentlich auf die Fürsten des französischen Königshauses kam, sagte meine Großtante zu Swann, der vielleicht einen Brief aus Twickenham1 in der Tasche trug: »Leute, deren Bekanntschaft wir niemals machen werden, weder Sie noch ich, und wir können auch darauf verzichten, nicht wahr«; sie ließ ihn das Klavier rücken und an den Abenden, wo die Schwester meiner Großmutter sang, die Noten umblättern; sie behandelte dieses andernorts so gesuchte Wesen mit der naiven Roheit eines Kindes, das mit dem kostbaren, seltenen Stück einer Kunstsammlung nicht achtsamer spielt als mit irgendeinem wertlosen Gegenstand.

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