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German 9

Aufgaben und Funktionen der Soziologie: Betrachtungen über by Johan Niezing

By Johan Niezing

43 des Ganzen der Wissenschaften zu sehen: auch das Betreiben der Soziologie als Aktivität, auch die individual des Soziologen muß Gegenstand der Betrachtung sein!. Eine andere Schwierigkeit, die sich bei einer Untersuchung der allgemeinen "Wir­ kung" der Soziologie auf die Gesellschaft ergibt, ist das challenge der Pop ulan­ sierung. Die Popularisierung der Soziologie in shape einer Flut von Schriften, Kursen usw. gibt Anlaß zur Besprechung eines schwer faßbaren difficulties: es ist aus verschiedenen Gründen außerordentlich schwierig, eine exakte Grenze zwischen "sauberen" und weniger fundierten Popularisierungen zu ziehen. Außerdem er­ scheinen viele Schriften mit einer mehr allgemeinen Fragestellung. Obwohl additionally viele Veroffentlichungen nicht zur Soziologie im eigentlichen Sinne gerechnet werden können, - und manchmal vom wissenschaftlichen Standpunkt her ge­ sehen einen vielleicht zweifelhaften Charakter haben -, wollen wir sie doch in diese Betrachtung mit einbeziehen, weil gerade solche Schriften, indem sie ein challenge auf eine severe paintings darstellen, eine latente allgemein-gesellschaftliche FunktIon oder Dysfunktion haben können, die wir nach Merton "self-fulfillmg prophecy" nennen. Diese (Dys-) Funktionen treten auch, wenn auch m geringe­ rem Maße, als Folge von an sich richtigen Veröffentlichungen auf, die jedoch falsch interpretiert werden. Ferner ist es von Wichtigkeit, einer Zweizahl anderer funktioneller (manchmal auch dysfunktioneller) Auswirkungen, die bei mehr fundierten Popularisierungen soziologischer Ergebnisse auftreten können, Auf­ merksamkeit zu schenken. In Anlehnung an die Literatur, in der diese Begriffe angewandt werden, nennen wir sie "self-destroying prophecy" und "bandwa­ gon-effect".

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So sagt z. B. " Hierbei betreten wir bereits das Gebiet einer besonderen Variante dieser Funktion, die Oldendorff "Brückenfunktion" nennt. Diese letzte Funktion gilt insbesondere für dIe Ergebnisse der SOZIalen Forschung. Sie bildet sozusagen eine Brücke zwischen zwei Wiss,enschaftsgebieten, namlich der theoretischen und praktIschen Betreibung ein und derselben Wissenschaft. In Oldendorffs Abhandlung wird betont, daß 49 50 51 52 J. A. A. v. Doorn, a. a. O. (1957). Siehe besonders Kap. IIl. Für eine weItere AUSWIrkung siehe die Ausfuhrungen des VOrIgen KapItels.

WIssenschaftsfunktIOnen der Soziologie l1efem, insbesondere was das StudIUm der sozialen Veränderung anbelangt: "Historical research has been largely concemed with social change, and thus spans the field of sociology seen in time perspective. " Die Soziologie, gewohnt in Ausdrücken wie Struktur, Prozeß, Funktion usw. " Die oben genannten Funktionen bilden zusammen d~e verschiedenen Möglichkeiten, die u. E. die Soziologie hinsichtlIch einer Integration der Wissenschaften bieten kann. Allerdings sind auch Krafte wirksam, die diese mögliche wissenschaftSintegrierende Funktion der Soziologie behindern oder hemmen.

V. d. Berg: "Over neurotIserende factoren", Rede, 1955. n Bei der Analyse von Krankheitsbildern in Zusammenarbeit mit anderen wird der Soziologe also auf Phänomene hmweisen mussen, die m der Gruppe, aus der der Patient stammt sehr häufig vorkommen; das betrachten Psychiater, Ärzte, etc. oft als unbefriedigend und zu ungenau. VergI. dazu W. Caudili und B. H. Roberts: "Pitfalls in the organisation of mterdlsdplinary research", Human Orgamzation, Vo. 10, 1951. Fur eine theoretische Erorterung: H. Adler: "The relation between psychlatry and the soclal sdences", Amencan Journal of Psychlatry, 1927, 6, S.

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