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Auschwitz: Geschichte eines Verbrechens, 4. Auflage by Laurence Rees

By Laurence Rees

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Auf dem Weg zur Schule sahen wir, daß die Synagoge brannte«, erzählt Lucille Eichengreen, »daß die Schaufenster jüdischer Geschäfte eingeschlagen waren und die Ware auf der Straße lag – und die Deutschen lachten … Wir hatten große Angst. « Bei Kriegsbeginn 1939 war den Juden die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen, sie durften keine Nichtjuden heiraten, keine Geschäfte besitzen oder in bestimmten Berufen arbeiten; nicht einmal ihre Führerscheine galten noch. Diskriminierung durch Vorschriften, in Verbindung mit dem gewalttätigen Ausbruch zur »Kristallnacht«, in der mehr als 1000 Synagogen angesteckt, 400 Juden getötet und 30 000 jüdische Männer für Monate in Konzentrationslagern eingesperrt wurden, veranlassten eine große Zahl deutscher Juden auszuwandern.

Tatsächlich«, sagte er, »ist das Ihre Meinung. Sehr interessant …« Besonders erschreckend fand ich, daß diese antisemitischen Anschauungen nicht auf die ältere Generation beschränkt waren. Ich erinnere mich an eine Frau am Flugschalter der Lithuanian Airways, die, als sie hörte, was für einen Film wir machen wollten, sagte: »Sie interessieren sich also für die Juden, ja? « Ebenfalls in Litauen zeigte mir ein Armeeoffizier von Mitte Zwanzig das ehemalige Fort bei Kaunas, wo 1941 Massaker an den Juden verübt worden waren, und sagte: »Sie haben das Wesentliche nicht erfaßt, wissen Sie?

Hitler hatte davon geträumt, Frankreich innerhalb von Wochen niederzuwerfen – das Land, in dem die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg jahrelang steckengeblieben war –, und es war ihm gelungen. Er hatte davon geträumt, die Sowjetunion zu erobern, und im Sommer und Herbst 1941 sah es fast so aus, als würde er gewinnen. Und er träumte davon, die Juden zu vernichten, was sich in gewisser Weise als die einfachste dieser Aufgaben erweisen sollte. Hitlers Ambitionen bewegten sich in imposanten Größenordnungen – aber sie waren alle destruktiv, die »Endlösung« von der Idee her ganz besonders.

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