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German 9

Erziehung im sozialen Umfeld: Eine empirische Untersuchung by Harald Uhlendorff

By Harald Uhlendorff

Im Erziehungsalltag stehen Eltern vor der Aufgabe, ihren Kindern Handlungsanleitungen und Normen zu vermitteln und auch zu kontrollieren, ob die Kinder sich an diese Normen halten. Gleichzeitig gewähren Eltern ihren Kindern Freiräume und Mitspracherechte, damit die Kinder lernen können, selbständig und eigenverantwortlich zu handeln. In diesem Buch wird herausgearbeitet, wie das Ausmaß elterlicher Kontrolle gegenüber Kindern mit dem sozialen Umfeld von Familien verknüpft ist. Zum sozialen Umfeld gehören einerseits die sozialen Netzwerke der Familien und andererseits der Lebensraum Ost- bzw. Westdeutschland als gesamtgesellschaftlicher Aspekt. Ostdeutsche Eltern erziehen ihre Kinder behüteter und weniger permissiv als Westdeutsche. Diese Unterschiede können u.a. auf eine besondere Familienorientiertheit ostdeutscher und eine stärkere Freundesorientiertheit westdeutscher Eltern zurückgeführt werden. Wendebedingte Belastungen ostdeutscher Eltern beeinflussen zusätzlich ihre Erziehungshaltungen.

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1986) finden bei nicht benachteiligten Familien keine Verbindung zwischen sozialer Unterstützung und Eltern-Kind-Bindung bei Kleinkindern. Crackenberg (1981) zeigt zwar den erwarteten Zusammenhang zwischen dem Ausmaß sozialer Unterstützung und der Qualität der Eltern-Kind-Bindung, kann aber diesen Effekt allein auf die Gruppe der besonders leicht irritierbaren Kinder zurückführen. Damit zeigt sich die Wirksamkeit sozialer Unterstützung wieder besonders deutlich bei einer Stichprobe, die sich mit besonderen Problemen auseinandersetzen muß.

Al. 1996). Auch die unterschiedliche Situation in der alten BRD und der DDR dürfte sich sowohl auf die Erziehung innerhalb von Familien als auch auf die Einbindung von Eltern ins soziale Umfeld ausgewirkt haben und auch noch in den Zeiten nach der Wende wirksam gewesen sein. Bevor genauer auf Unterschiede eingegangen wird, soll auf einige Ähnlichkeiten der Entwicklung des Familienlebens in der alten BRD und der DDR aufmerksam gemacht werden. Der sich verändernden gesellschaftlichen Rolle der Frau wird in der alten BRD und ebenso in der DDR eine wichtige Schubkraft für die Pluralisierung von Familienformen zugeschrieben (Kabat vel Job 1997).

Pranz und Herlyn (1995) ziehen eine Parallele zwischen dem Umbruch in der Wendezeit und den gesellschaftlichen Veränderungen in der Nachkriegszeit. Sie diskutieren dabei eine These zum erhöhten Zusammengehörigkeitsgefühl der Familie im Zusammenbruch der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Wende dürfte zu einem erhöhten Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der ostdeutschen Familien geführt haben. Familie konnte zum ,Bollwerk' oder zum ,Rettungsanker' werden, wenn man beruflich oder ökonomisch in Schwierigkeiten geraten war (Pranz & Herlyn 1995).

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