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Es ist ein Junge! Einführung in die Geschichte der by Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz

By Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz

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Ein anderer Schwerpunkt wird auf der zunehmenden inhaltlichen Aus­ differenzierung der »Men's Studies« liegen, die sich in einer inzwi44 schen schier unüberschaubaren Anzahl von Beiträgen zu unter­ schiedlichsten Aspekten von Männlichkeit dokumentiert. Zum Abschluss dieses Kapitels werden wir uns mit einigen der Kontroversen und Problemfragen beschäftigen, die von innen wie von außen vielfach an die Männerstudien herangetragen worden sind. Damit sind unter anderem das Verhältnis der akademischen Disziplinen zu » männerbewegten« Projekten, die Frage nach der disziplinären und institutionellen Verortung dieser Forschungen sowie nicht zuletzt die gesellschafts- und wissenschaftspolitischen Zusammenhänge angesprochen, in denen sich die »Men's Studies« notwendig bewegen und mit denen sie in permanenten, wechsel­ seitigen Austauschbeziehungen stehen.

Die erste, von Mitte der 1 970er Jahre bis zu Be­ ginn der 1 990er Jahre, zeichnete sich durch verschiedene Charakte­ ristika aus. Zum einen fand in diesen Jahren eine ausgeprägte Suche nach Vorbildern und Vorläufern statt. Es hatte in den unterschied­ lichen Fächern immer wieder Studien gegeben, die explizit oder implizit Aspekte des Mann-Seins thematisiert hatten oder aber theoretische Entwürfe boten, die als Orientierung denkbar waren. Namentlich für das Fach Soziologie seien hier die empirischen Arbeiten Mirra Komarovskys [2 3 5 : KOMAROVSKY; 234: KOMA­ ROVSKY] oder aber die Konzeptionalisierungen des Männlichen in »Klassikern« des soziologischen Denkens wie Ferdinand Tönnies, Georg Simmel oder Emile Durkheim genannt [279: MEUSER, 2 1-49].

Männer als Wesen mit Geschlecht zu dechiffrie­ ren, würde »manche alte Frage in ein neues Licht rücken«, hatte Gisela Bock schon I984 angeregt [72: B O C K, I I 6, I I 9]. Nur durch eine Männergeschichte als Geschlechtergeschichte könne die nor­ mative Konstruktion des Männlichen als Maßstab des Menschlichen aufgehoben werden, ließ Hannah Schissler I 992 ihre Leserinnen und Leser wissen [46: SCHISSLER, 220]. Zugleich jedoch war die praktische Umsetzung dieser Postulate in Deutschland noch weithin Zukunftsmusik.

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