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German 9

Recht als Leidensordnung by Bernhard Grossfeld (auth.)

By Bernhard Grossfeld (auth.)

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Regelungsfelder für Unternehmensnetzwerke

Die Kooperation von zwei und mehr rechtlich unabhängigen Unternehmen in shape von Unternehmensnetzwerken hat in der betrieblichen Praxis hohe Bedeutung gewonnen. Für eine optimale Zusammenarbeit der autonomen Einheiten ist es notwendig, ihre Aktivitäten zu regeln. Nicola Becker entwickelt ein Konzept, durch das die Kooperation unabhängiger Unternehmen koordiniert werden kann.

Zeit der Hoffnung — Zeit der Angst: Psychologische Begleitung von Krebspatienten

Krebs ist eine Erkrankung, die große Angst auslöst – ganz gleich, ob die Prognose intestine oder weniger intestine ist. Bei einer Ersterkrankung konzentrieren sich die Patienten meist darauf, die anstrengenden Krebstherapien zu überstehen. Eine fortschreitende Erkrankung läßt das oft mühsam aufgebaute Hoffnungsgebäude vorerst einstürzen; sie läßt Patienten und Angehörige in Angst, Unsicherheit und Mißtrauen zurück.

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Mit verantwortungsbewußter Jurisprudenz hat das wenig zu tun. Gewiß: Dura Lex sed Lex! Aber reicht diese Rhetorik? Schiller mahnt uns: "Unser Schuldbuch sei vernichtet! Ausgesöhnt die ganze Welt! Brüder- überm Sternenzelt Richtet Gott, wie wir gerichtet. " 81 (An die Freude) Aber der letzte Vers ist historische Erinnerung- obgleich vielleicht nur er das Recht als Leidensordnung im Gleichgewicht der Mitmenschlichkeit hält82 • Dennoch bleibt es richtig, das Recht auch von den Leiden, auch von den Opfern her zu sehen, hinter die "Dekoration" zu schauen.

Wer trägt die Kosten angeblicher Rationalität? Die von der Ordnung begünstige Schicht wird immer eine Rhetorik finden, die das Leid verschwinden läßt oder es als zumindest angemessen darstellt; nur die Opfer reden laue3• Vor allem zählt die Frage für das Vergleichende Vertragsreche4• Wir vergleichen hier die Stellung des Vertrages und des Vertragsschlusses, betrachten seine Rechtsfolgen, aber darüber, wie und in welchem Unfang sie durchgesetzt werden, verlieren wir kein Wort. Dabei geht es im Vertrag maßgeblich um mit Gewalt durchsetzbare Rechtsfolgen; es geht um das Recht, Leid zuzufügen wie ich auf Fragen in China antworten mußte.

Hnlich ist es beim Vergleichenden Deliktsrecht. Vergleichsmaßstab ist immer, wann man wieviel Leid zufügen darf. Kulturen sehen Vertrag und Leid als Einheit, bestimmen vom Umfang der Leiden her Stellung, Abschluß, Inhalt und Durchsetzung eines Vertrages. Nur so halten sie die Leidzufügung in den Grenzen, die sie als "in Ordnung" empfinden. Wir lernten in der Schule:" Quidquis agis prudenter agas et respice finem ". Dieses "finem" haben wir anspruchsbesessenen Juristen im Vertrags- und Deliktsrecht und in der Rechtsvergleichung fast verschwinden lassen.

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